Achtsamkeit für Schulen
Raum für Ruhe, Selbstwahrnehmung und Wertschätzung
Im Rahmen des Programms der Deutschen Kinder und
Jugendstiftung, „AUF!leben - Zukunft ist jetzt“ - aufholen nach Corona 2022, wurde das Teilprojekt
„Achtsamkeit in Schulen - Qualifizierungskurs für
Pädagog:innen“
durch den gemeinnützigen Verein AKiJu, der die Vermittlung von Achtsamkeit an Kinder und Jugendliche fördert, ins Leben gerufen.
In Verbindung mit dem Berufsverband der
Achtsamkeitslehrenden (MBSR-MBCT Verband e. V.) ist
AKiJu zentraler Ansprechpartner zu diesem Thema in Deutschland.
Im ersten Jahr nahmen deutschlandweit über 1.000 Pädagog:innen an den Kursen teil.
Die Pädagogische Hochschule Heidelberg hat den Kurs
evaluiert und untersucht, wie die Trainings, die von
zertifizierten M B S R-Lehrenden durchgeführt wurden,
gewirkt haben.
Kursinformationen:
- Ziel des Kurses:
In dem 16-stündigen Achtsamkeitstraining erlernen die Teilnehmer:innen Maßnahmen zur
Selbstfürsorge und Stressreduktion für sich selbst und werden darüber hinaus geschult,
niederschwellige Achtsamkeitsübungen für Kinder und Jugendliche anzuleiten, die sie dann in ihre pädagogische Arbeit integrieren können.
- Dauer:
16 Stunden, verteilt auf 8 Kurseinheiten (mind. 8 Wochen),
die individuell vereinbart werden
- Ort:
Präsenzunterricht in Räumlichkeiten ihrer Schule oder/und
Onlineunterricht möglich
- Anzahl Teilnehmer:innen:
ca. 10 max. 20
Weitere Informationen dazu finden Sie im
Die achtsame Schule
Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Ort, an dem Menschen sich begegnen,
entwickeln und miteinander wachsen.
Deshalb brauchen sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrerinnen und Lehrer Raum für Ruhe, Selbstwahrnehmung und gegenseitige Wertschätzung.
Für Schülerinnen und Schüler bedeutet dieser Raum, im Schulalltag immer wieder innehalten zu können. Sie sollen die Möglichkeit haben, ihre eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Grenzen wahrzunehmen und auszudrücken.
Momente der Ruhe können helfen, Stress abzubauen, sich zu konzentrieren und wieder neue Energie zu gewinnen.
Gleichzeitig ist es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler erfahren, dass ihre Gedanken und Gefühle ernst genommen werden.
Wertschätzung stärkt das Selbstvertrauen und schafft ein Klima, in dem Lernen und persönliche
Entwicklung leichter möglich werden.
Für Lehrerinnen und Lehrer ist ein solcher Raum ebenso wichtig.
Der Schulalltag ist häufig geprägt von vielen Aufgaben, Verantwortung und unterschiedlichen
Erwartungen. Zeiten für Reflexion und Ruhe ermöglichen es Lehrkräften, die eigene Belastung
wahrzunehmen, Erfahrungen zu reflektieren und bewusst mit den eigenen Ressourcen umzugehen.
Eine Kultur der Wertschätzung kann dabei helfen, die Motivation zu erhalten und die Zusammenarbeit im Kollegium zu stärken.
Ein solcher Raum entsteht nicht allein durch einen bestimmten Ort, sondern vor allem durch eine
achtsame Haltung im täglichen Miteinander. Zuhören, respektvoll miteinander sprechen, gegenseitige Unterstützung und das Anerkennen individueller Bedürfnisse sind wichtige Bestandteile davon.
So kann eine Schulgemeinschaft entstehen, in der sich sowohl Schüler als auch Lehrkräfte gesehen,
respektiert und wertgeschätzt fühlen.
Ziel ist es, eine Atmosphäre zu schaffen, in der Ruhe, Selbstwahrnehmung und Wertschätzung
selbstverständlich zum Schulalltag gehören – als Grundlage für ein gesundes, respektvolles und gemeinsames Lernen und Arbeiten.


